Der Hüter des Schlafes – Wir haben den Durchblick

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Der Hüter des Schlafes – Wir haben den Durchblick

Das Fest der bösen Geister und Kreaturen ist vorbei. Doch in vielen Köpfen schwirrt auch nach Halloween noch so manch ein Monster im Traum umher. Gegen angsteinflößende Alpträume kommen oft Traumfänger zum Einsatz, welche uns vor bösen Geistern schützen sollen.  Dabei sind sie vor allem in Kinderzimmern eine beliebte Einschlafhilfe. Anderweitig werden sie heute als schönes Deko-Element verwendet, welches den Bohemian-Look nach Hause bringt.

In diesem Blogbeitrag beschäftigen wir uns mit den Ursprüngen des Traumfängers. Wo kommen sie her und was steckt eigentlich hinter dem trendigen Staubfänger?

Von Legenden umwoben

Hinsichtlich der Herkunft bestehen verschiedene Mythen. Die bekannteste wollen wir euch kurz vorstellen. Eigentlich stammen die Traumfänger aus der Ojibwe-Kultur. Fest steht aber, dass er sich in den 1960 und 1970er Jahren bei den indigen Völkern ausbreitete und an Popularität gewann.

Die erste bekannteste Legende stammt von den Lakota-Indianern. Ein Schamane des Stammes begegnete auf einem Berg dem Lehrer der Weisheit und Magie, welcher in Form einer Spinne auftrat. Sie erzählte ihn von den Lebenszyklen des Menschen und wob dabei ein Netz um einen mit Pferdehaaren und Federn besetzten Weidenreifen. Die guten Träume werden in diesem Netz eingefangen. Die Schlechten hingegen sollen durch das Loch in der Mitte verschwinden. Diese Erkenntnis gab der Schamanen weiter an das Volk. Um die Kinder während der Nacht vor dem Bösen zu beschützen, fertigten die Großeltern fortan Traumfänger für jedes Neugeborene.

Ein Kultobjekt mit viel Bedeutung

Bei den Indianer wurden Traumfänger lediglich als besonderes Geschenk vergeben. Obwohl sich die Traumfänger optisch unterscheiden ist die Grundform fast immer die gleiche. Der kreisrunde Ring aus Weidenholz beinhaltet ein Geflecht aus Sehnenfäden und Darmschnüren. Der Kreis symbolisiert dabei das ewige Leben. Dem Traumfänger wird eine große Symbolkraft zugesprochen. Wie er funktioniert erfahrt ihr im nächsten Kapitel.

Die Traumfalle schlägt zu

Die Funktion ist dabei vielseitig. Zum einen sollen böse Geister vom Schlafenden abgehalten werden. Zum anderen sollen sich die schlechten Träume in dem Netz verfangen. Die aufgehende Morgensonne naturalisiert diese Träume dann und löst sie in Luft auf. Sie sind jedoch nicht nur dazu da, um die bösen Träume abzuhalten. Sie beflügeln gleichzeitig die schönen Träume. Durch das Netz geschlüpft gleiten sie an den Federn hinab zum Schlafendem. Ein toller Gedanke, wie wir finden.

Do it Yourself – Dein personalisierter Traumfänger

Eine gute Idee für das nächste Bastelprojekt. Die Materialien dafür lassen sich auch ganz leicht in der Natur oder in Läden für Bastelzubehör beschaffen. Dabei ist zu beachten, dass die Objekte auf den Traumfängern alle eine unterschiedliche Bedeutung haben. Perlen sind beispielsweise gut für die schlechten Träume, welche aufgefangen werden. Solltet ihr an Pferdehaar kommen benutzt es auch. Es steht für Ausdauer und Beharrlichkeit. Die Farbe Türkis steht für Schutz und Heiterkeit. Mit Holzelementen symbolisiert ihr Ruhe und Verwurzelung. Angenehme Geräusche vertreiben Negatives sowie schlechte Laune. Mit ein wenig Klingel Metall bekommt auch ihr diesen Effekt hin. Der wohl schmackhafteste und bekannteste Bestandteil: die Federn. Sie symbolisieren die Luft. Eulenfedern stehen dabei für das Weibliche sowie für die Weisheit. Adlerfedern hingegen für das Männliche und den Mut. Die diversen Möglichkeiten der Anordnung ermöglichen so die individuelle Anpassung.

Ein Geschenk von Herzen:

Um die Wirkmacht des Traumfängers lässt sich streiten. Heutzutage überwiegt der kommerzielle Gebrauch. Wir finden die Idee dahinter trotzdem super. Durch seine Individualität eignet er sich zudem großartig zum Verschenken. Also, überrascht eure Liebsten doch das nächste Mal mit einem handgemachten Traumfänger, abgestimmt auf seine Bedürfnisse.

Wir wünschen frohes Schaffen und erholsame Träume.