Power Nap-Ausgeruht in weniger als 30 Minuten

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Power Nap-Ausgeruht in weniger als 30 Minuten

Was für unsere Großeltern längst zum Alltag gehört wird in der heutigen Zeit verpönt als Mittagsschlaf bezeichnet. Doch es gibt Rettung. Powernapping ist das neue Mittagsschläfchen. Was an dem neumodischen Mittagsschlaf dran ist und warum Schlafforscher sogar zum Nickerchen zwischendurch raten, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag. 

Der etwas andere Mittagsschlaf 

Damals war es noch der gute alte Mittagsschlaf, der besonders nach dem Essen für Erholung gesorgt hat. In unserer heutigen Leistungsgesellschaft bezeichnet man das ganze als Powernapping. Der Modebegriff stammt aus Amerika und klingt auf den ersten Blick so gar nicht nach ausruhen. Wir haben den kurzen Wunderschlaf mal etwas genauer für euch unter die Lupe genommen und sind zu beachtlichen Ergebnissen gekommen.

Die Definition vom Powernapping (engl. nap: Nickerchen, engl. power: Kraft) lässt sich auf die Erkenntnis von Biologen zurückführen, dass die innere Uhr des Menschen zwischen 13 und 15 Uhr auf Müdigkeit programmiert. Und da kann wohl jeder nur zustimmen. Die ersten Stunden auf Arbeit sind rum, das Mittagessen ist verzehrt und schon wird der Körper schwächer und die Augen schwerer. Die folgen sind in Form von mangelnder Konzentration, Lustlosigkeit und häufig auch stress schnell spürbar. Die Lösung: Powernapping!
Bereits ein Nickerchen von 15-30 Minuten wirkt sich nachweislich positiv auf das Kurzzeitgedächtnis aus, steigert die Leistung, beugt Erschöpfungszustände vor und macht auch noch glücklich. Klingt nach einer langersehnten Lösung für jedes Mittagstief. Es gibt jedoch einige Regeln, die zu beachten sind, damit euer Powernapping nicht im Tiefschlaf endet. Wir verraten euch, wie ihr in wenigen Schritten zum Powernapping-Profi werdet. 

Powernapping für Anfänger

Wie geht Powernapping richtig?
Das A und O fürs Powernapping ist die Zeit. Euer Nickerchen sollte niemals länger als 30 Minuten sein, da euer Körper sonst in tiefere Schlafstadien übergeht und ihr nur sehr schwer wieder wach werdet. Für die Anfangszeit empfehlen wir euch die 30 Minuten auszuschöpfen, da es den meisten zu Anfang schwer fällt, gleich zu entspannen. Stellt euch einen Wecker auf 30 Minuten und reduziert die Minuten von Mal zu Mal ein wenig mehr, bis ihr bei 15-20 Minuten angekommen seid. Unser Tipp: Je konsequenter ihr nach dem Klingelton aufsteht, umso besser. Bereits nach einer Woche wird euer Kopf den Weckton mit Aktivität verbinden. Das kurbelt euren Kreislauf an und erleichtert euch zukünftig das Aufstehen. Also durchhalten lohnt sich.
Damit euer Powernapping nicht gestört wird, solltet ihr euer Handy und alle anderen elektronischen Geräte auf lautlos stellen. 

Wo kann ich powernappen?
Am besten findet euer Powernapping in den ersten Wochen an einem ruhigen Ort statt, damit ihr nicht zu sehr von eurer Umgebung gestört werdet. Wenn ihr einen Ruheraum auf der Arbeit habt, nutzt ihn. Alternativ könnt ihr auch euer Auto nutzen, um ungestört zu sein. Wenn ihr geübt seid, könnt ihr ganz einfach aus jeder Liege- oder Sitzmöglichkeit euren Powernapping Ort machen.
Leider ist es an vielen Arbeitsplätzen noch immer nicht üblich ein kurzes Nickerchen einzulegen. Wir empfehlen euch das Thema offen anzusprechen, denn nicht nur ihr, sondern auch eure Arbeitsleistung wird davon profitieren. Schlafforscher rufen sogar dazu auf, dass Arbeitnehmer eine Ruhephase zwischen ihrer Arbeitszeit haben. 

Wann soll ich powernappen?
Grundsätzlich ist ein Powernapping immer dann sinnvoll, wenn man müde oder unkonzentriert ist. Besonders gut schläft es sich direkt nach dem Mittagessen, wenn der Körper ohnehin träge ist. So kann er sich außerdem voll und ganz auf die Verdauung konzentrieren. So nutzt ihr eure Mittagspause optimal aus und seid danach auch noch erholt und gut gelaunt.



Leider verpasst es besonders die junge Generation, sich zwischendurch auch mal auszuruhen. In der Arbeitswelt ist schlafen Schwäche und in der Freizeit will man nichts verpassen. Für uns steht fest: Ob Powernapping, Nickerchen oder Mittagsschlaf. Wir sollten uns wieder mehr daran erinnern, uns Auszeiten zu nehmen. Das Thema sollte vor allen Dingen in Unternehmen mehr Offenheit erfahren. Denn nicht nur das eine kurze Auszeit eure Arbeitsleistung steigert, wer sich regelmäßig ausruht tut etwas Gutes für seine Gesundheit. Bereits drei Powernapps die Woche senken das Risiko eines Herzinfarkts um 37%. Also wer immer noch denkt, Nickerchen seien etwas für Faule, der sollte es einfach mal ausprobieren.

 
Autorin: Katharina (Gründerin BED&ME)